Ichlose Dämonenkinder

Veröffentlicht: 1. März 2013 in Alle, Geisteswissenschaft, Steiner-Pädagogik

daemonenkind3Falls Sie beabsichtigen, ihr Kind an eine Waldorf-/Steinerschule zu schicken, sollten Sie bedenken, dass Rudolf Steiner einigen Kindern schlicht das Menschsein abspricht und sie zu Dämonen erklärt. Ob ihr Kind ein Dämon ist, erkennen Sie an seinen Ohrläppchen. In diesem Fall sei ihm jedenfalls die staatliche Regelschule empfohlen.

Ein Beispiel anthroposophischer Wahnvorstellungen, Geheimdünkelei und der bis heute anhaltenden, kritiklosen Hörigkeit seiner Jünger gegenüber den kruden Thesen des grossen Meisters beginnt mit der Lehrerkonferenz von Mittwoch, dem 25. April 1923, 16.30-19 Uhr.

Der Schularzt spricht über besondere medizinische Fälle.

Dr. Steiner: Das Mädchen L. K. in der l. Klasse, da wird irgendeine recht schlimme Verwickelung da sein mit dem ganzen Inneren. Da wird auch nicht viel zu machen sein. Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, daß Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in bezug auf ihre Gestalt. Man kann nicht eine Dämonenschule errichten.

X.: Wie ist das möglich?

Dr. Steiner: An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange füreinander determiniert die hinuntersteigen den Individualitäten. Es geschehen auch Genera­tionen, für die keine Individualität Lust hat hinunterzukommen und sich mit der Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen. Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächt­nis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis.
Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesen­heit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zu­rück.
Es könnte sein, daß irgendwie automatisch etwas geschehen könnte. Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da. Man kann unter Umständen in den Gehirnautomatismen eine Pseudomoral züchten.
Man redet sehr ungern über diese Dinge, nachdem wir ohnedies viel­fach gegnerisch angefallen werden. Denken Sie, was die Leute sagen, wenn sie hören, hier wird erklärt, daß es Menschen gibt, die keine Menschen sind. Aber es sind Tatsachen. Wir würden auch nicht sol­chen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, daß manche Leute herumgehen, die gerade da­durch, daß sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Men­schen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt.
Aber wir wollen das nicht in die Welt hinausposaunen. Die Gegner­schaft ist so schon groß genug. Solche Dinge schockieren die Men­schen furchtbar. Es hat einen furchtbaren Schock hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, daß ein ganz berühmter Universitätspro­fessor, der einen großen Ruf hat, daß der, nach einem sehr kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt, ein wiederverkörperter Neger war, ein Forscher.
Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden.
( GA300c-1975-S 70 – Konferenzen mit den Lehrern IIIA)

Ein Beispiel, wie devot Anthroposophen mit solch unmenschlichem Schrott des Meisters noch heute umgehen, findet sich im entsprechenden Eintrag auf „Anthrowiki“:

Ichlose Menschen, also Menschenformen, die nur als Menschen in menschlicher Gestalt erscheinen, aber eigentlich keine Menschen sind, da sie kein menschliches Ich in sich tragen, sind ein Phänomen, über das zweifellos nur mit größter Vorsicht gesprochen werden kann. Doch handelt es dabei sich gerade in unserer Zeit um eine geistige Tatsache von größter Bedeutung, vor der man nicht ungestraft die Augen verschließen darf. Rudolf Steiner sah sich in den Konferenzen mit den Lehrern der Waldorfschule darum genötigt, darauf hinzuweisen, dass bereits seit den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts sehr viele ichlose Menschen geboren werden. Da in ihnen kein Ich im menschlichen Sinn wohnt, liegt hier keine Reinkarnation vor, sondern die Menschenform ist erfüllt von einem Naturdämon, von einem Elementarwesen.

Weiter wird „philosophisch“ begründet, weshalb es Menschen geben soll, die in (Steiners) „Wirklichkeit“ gar keine sind:

Philosophisch gesprochen zielt Rudolf Steiner hiermit auf die dem menschlichen Individuum regulär zugehörige geistige Entität, philosophisch auch Entelechie genannt ab, welche so manchem heutigen Menschen in Gestalt des „Ich“ tatsächlich fehlt. Dieses Ich strebt die Höherentwicklung des individuellen Menschen an und das wiederum ist den Ichlosen Menschen offensichtlich nicht möglich, da sie über kein entsprechendes „Geistorgan“ (also kein „Ich“) verfügen. Menschen ohne Ich und damit ohne geistige Entelechie sterben also tatsächlich mit dem Tod. Daher ist bei diesen Menschen der Widerwille gegen jede individuelle geistige Entwicklung und gegen den Gedanken von Reinkarnation und Karma praktisch vorprogrammiert, da ihnen dafür das entsprechende Geistorgan fehlt und da sie ja tatsächlich mit dem Tode endgültig aus dem Kosmos ausgetilgt werden.

Wie aber merken wir nun, ob unser Kind gar kein Mensch, sondern ein Dämon ist? Dieser Frage hat sich der anthroposophische Autor Michael Heinen-Anders angenommen. Bei älteren Menschen ist ein untrügliches Zeichen, dass sie sich ein jugentliches Aussehen bewahrt haben. Bei Kindern weist ein fehlendes oder verkümmertes Ohrläppchen darauf hin.

Wenn man „die äußerst heikle Frage möglicher ichloser Menschen (…) einmal berührt (hat)“, dann ist man auch verpflichtet dazu „Urteilsgrundlagen mitzuteilen“. So zählt zu einem der wesentlichen Erkennungsmerkmale ichloser Menschen, dass sie in der Regel bis ins hohe Alter ein jugendliches Aussehen bewahren. Da ihnen eine Inkarnationsseele aus vergangenen Leben fehlt, so kommt es im Rahmen der vorgeburtlichen Ohr-Bildung häufig zu einem Fehlen oder Verkümmern der Ohrläppchen.
(Michael Heinen-Anders: Aus anthroposophischen Zusammenhängen, 3. Auflage, BOD, Norderstedt 2010, S. 63 – 64)

Dies muss aber nicht immer so sein, da u.U. ein eigentlich für diesen Leib prädestiniertes Ich den Leib bereits übersinnlich bereitet hat. Dazu hat sich Max Hoffmeister in seiner Schrift „Die übersinnliche Vorbereitung der Inkarnation, erschienen 1991 im Verlag „Die Pforte“, Basel auf Seite 110 wie folgt geäussert.

Da aber nun das Embryo schon vorgebildet ist, hat dieses entweder die Möglichkeit im Mutterleibe abzusterben oder aber eine ichlose Naturwesenheit ergreift diesen menschlichen Leib, um in ihm für die Dauer eines Menschenlebens statt eines ichhaften Geistwesens, gewissermaßen stellvertretend einzuwohnen.

Derlei „höhere“ Fragen treiben Anthroposophen, ganz der Tradition ihres Gurus folgend, um. Uneingeweihten bleiben solcherlei „Tatsachen“ verschlossen – vermutlich, weil auch sie über kein entsprechendes „Geistorgan“ (also kein „Ich“) verfügen.

Möglich wäre hingegen auch, dass ihr Kind „in (Steiners) Wirklichkeit“ ein Heuschreckenmensch ist, aber das ist eine ganz andere Frage…

Rudolf  Steiners „Vorträge über Erziehung“, Bände von 293 bis 311

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Kommentare
  1. F. Heinrich sagt:

    Wenn man aufmerksam die Kommentare zu diesem Thema liest, fällt sofort ins Auge, das fast alle Kommentare betreffs des Themas, mit Vorurteilen gegenüber R. Steiner belastet sind. Weiterhin kann man nicht umhin festzustellen, daß sehr viel Unwissenheit, gepaart mit religionsgeschichtlicher Oberflächlichkeit, sich dem Thema annimmt.
    Grundsätzlich kann man dazu sagen, wenn man die religionsgeschichtlichen Schriften der unterschiedlichen Religionen aufmerksam studiert, daß in allen, durchweg in allen Religionen, der Gedanke der Ich-losen Menschen auftaucht. Es war also nicht R. Steiner der diese Bezeichnung hervorgebracht hat sondern er übernahm nur, was seit Jahrtausenden von Theologen, Priestern an der Menschheit beobachtet und schriftlich festgehalten wurde!
    Als Beispiel sei hier nur die jüdische Religion herausgegriffen.
    Über die jüdische Angelologie und Daemonologie in ihrer Abhängigkeit vom Parsismus, von Dr. Alexander Kohut, Leipzig 1866.
    Beispiel, Seite 60:
    „f) Die parsische Daemonologie unterscheidet männliche und weibliche Daevas, Ic X,1.
    Zu der letzteren Classe gehören die Drujas – mit Ausnahme der Schlange- dahaka- die nur der Benennung nach zu dieser Classe gezählt wird Ic, IX, 26; It. 9,14 – und die Pairikas, welche von anmutiger Gestalt sind – ähnlich den Apsarasen der Inder – … Die gefährlichste unter den Pairikas ist Jahi (bei den Spätern jeh), Deva der Unzucht und Zauberei Vd. XXI, 35; It 3,9.12.16; 8,59;17,54.57, durch sie entstand nach Bund.9,8 die Menstruation; ferner Bushyancta vgl. weiter.
    Der Minokh, (p. 308 p. H.) macht noch eine besondere Classe von Habdaevas namhaft. Diese sind ihrem Aussehen und ihrer Geburt nach Menschen, ihren Beschäftigungen nach aber den zweibeinigen Daevas (dew. i. dupae) ähnlich.
    Auf diese Halbdaevas scheint mir auch anzuspielen die dunkle Stelle in Ic. IX, 46 „Du machtest, dass sich alle Daevas in die Erde verbargen, o Zarathustra, die vorher in Gestalt von Männern auf der Erde herumgelaufen waren“. Nach Vd. III, 23; IV, 3; VIII, 102 vor Allem aber nach Vd. XVIII tritt der Mensch, der böse Handlungen verrichtet, in unreine Gemeinschaft mit den Daevas.
    Auch die jüdische Daemonologie kennt ausser den männlichen Schedim weibliche Schedim vgl. aram. Vers zu Kohel, 2, 8; Gittin 68 a, welche unter der Führung der Schedimkönigin Lilith stehen. Entsprechend den Haldaevas unterscheidet auch die jüdische Daemonologie eine Classe von einer Art Halbschedim – siehe dazu der Sched Joseph Pess. 110 a, der der Gesetzeslehrer R. Joseph einige Notizen über die Function des Schedimkönigs Aeschmadai gab. Jonathan, der Sched, Jeban, 122 a; – der Sohn eines Sched, dessen sich R. Papa zu seinen Arbeiten bediente Chulin 105 b.
    Der parsischen Annahme, dass der gottlose Mensch in die Classe der Daevas eintritt, kommt auch die des Talmud nahe, wenn aus dem Rückgrate eines Menschen, der sich nie zur Anbetung Gottes gebückt hat, nach seinem Tode einen Sched (also einen Daemon, d. Autor) entstehen lässt vgl. Tract. Bab. Kam 16 a; jerus Tract. Sabb.4a. (…) Auch der jüdische Volksglaube kannte ausser den Nachtgespenstern noch Morgen- und Mittagsgespenster, vgl. Targ. Zu Ps. 12, 16; Cant.“
    Schon dieses kleine Beispiel zeigt deutlich, dass dieser Glaube, oder war es einen besondere Menschenkenntnis sich durch alle Religionen hindurchzieht und das R. Steiner dieses Gedankengut aufgenommen hat – warum eigentlich nicht? Folgt man den Kommentatoren und dem Betreiber dieser Webseite dann wäre Steiner ein Rassist. Allerding wären dann ebenfalls die Inder, die Juden, die antiken Perser, die Christen und ebenfalls die Mohammedaner, Rassisten. Ein Rundumschlag, eine oberflächliche Verurteilung aller Religionen wäre die Folge. Eine völlig andere Sache ist es inwieweit die Träger dieses „Glaubens“ einen wirklichen Einblick in die Weltgestaltung Gottes hatten, das ist nicht Gegenstand meines Kommentares. Hier geht es nur darum, das nicht R. Steiner der „Erfinder“ dieser sogenannten Dämonologie ist, wie der Artikel gerne allen Lesern einsuggerieren will.
    Außerdem, und das ist eine tendenziöse Unterlassung in diesem Bericht hier, wird in keiner Weise darauf hingewiesen wie R. Steiner den Umgang mit diesen Menschen vorschlägt. Lediglich ein Link weist auf die Seite , Anthro-Wiki, Heuschreckenmenschen, wo man lesen kann was R. Steiner dazu sagte:
    „Derjenige, der behaupten wollte, solchen ichlosen, individualitätslosen Menschen gegenüber solle man sich nicht teilnahmsvoll verhalten, da sie eine künftige Inkarnation nicht hätten, weil ja keine Individualität da sei, der irrt gar sehr. Er müßte dann auch behaupten, man solle sich den Kindern gegenüber nicht teilnahmsvoll verhalten. Es ist in jedem einzelnen Fall zu entscheiden, was eigentlich in einem solchen Menschen steckt. Manchmal stecken postume Seelen in solchen Menschen, postum gegenüber den Menschenseelen, die in einem bestimmten Zeitalter der Entwickelung entstanden sind und sich als Menschen immer wiederholt verkörperten. Aber es können auch zurückgebliebene Seelen sein, solche, die später von einem anderen Planeten wieder zurückgekommen sind, wohin in einem bestimmten Zeitalter fast die ganze Menschheit gegangen war. Auch solche Seelen können in solchen Menschenleibern stecken. Wir müssen also mit vollem Bewußtsein diese Menschen wie bleibende Kinder erziehen.” (Lit.: GA 346, S 184f)“
    Es ist eine Tatsache, daß die anderen Weltreligionen (Anthroposophie ist keine Religion, das muß festgehalten werden! d. Autor), bei der Bekämpfung dieser sogenannten Halbdämonen nicht gerade zimperlich sind. Diese Dämonen werden entzaubert, aufgelöst, also mit allen zur Verfügung stehenden okkulten Mitteln, verscheucht bzw. bekämpft. Einzig R. Steiner hat einen würdevollen Umgang mit diesen „Menschen“ empfohlen, was jeder nachlesen kann.
    Fazit:
    Vorverurteilung R. Steiners durch Halbwissen oder besser Nichtwissen! Dieser tendenziöse Artikel zeigt eines sehr deutlich, daß sich in Deutschland (nicht nur hier) der päpstliche Gedanke der Unfehlbarkeit sehr breit gemacht hat. Bevor man über ein derartiges Thema spricht sollte man schon mal in die entsprechende Weltliteratur blicken, das bildet!
    F. Heinrich 2014

    • Natürlich ist Rudolf Steiner ein Rassist. Natürlich sind Anthroposophen Rassisten, weil sie sich auf den Rassisten Rudolf Steiner berufen.
      Und am Massenmord haben Anthroposophen auch mit Begeisterung teilgenommen:
      “Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute”
      http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute

    • Klaus Geiger sagt:

      Dass es in Religionen Vorstellung von Dämonen und ähnlichem gibt, ist das eine. Dass Steiner unter einer behaupteten “Wissenschaftlichkeit” solches Zeug vom Stapel lässt, etwas anderes. Wir können natürlich Steiner einfach als religiöse Figur einordnen. OK. dann brauchen wir seine “ich-losen Menschen” auch nur exakt genau so ernst zu nehmen, wie Dschinns, Einhörner und den Weihnachtsmann. Aber Steiner behauptet ja penetrant, seine Erkenntnis auf “wissenschaftlichem” Wege zu gewinnen. Dann müsste sie aber auch wissenschaftlichen Kriterien genügen: Die Methode müsste offengelegt sein. Sie müsste interpersonal gültig sein, also durch andere angewandt vergleichbare Ergebnisse liefern, sie müsste gültige Voraussagen machen. All das gibt es bei Steiner nicht. Er beschreibt nirgends eine wissenschaftliche Methode, erst recht macht er keinerlei gültige Voraussagen, sondern tätigt unmengen von Aussagen, die durch wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten 100 Jahre vollkommen widerlegt wurden. All das legt die Vermutung nahe, dass Steiners “ich-lose Menschen”, wie auch sein “Ätherleib”, “Astralleib”, “unsterbliches ich” einfach nur Produkte seiner blühenden Fantasie sind, die er völlig unkritisch für bare Münze genommen hat.

      • Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:
        (…)
        Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?
        Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun.
        (…)”
        weiter zum vollständigen Interview mit Prof. Hopmann: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

  2. Hans-Peter sagt:

    Achtung, bitte mit äußerster Vorsicht behandeln:

    Mein Ohrläppchen ist relativ klein und ich sehe für mein Alter angeblich sehr jung aus. Hitler, Goebbels und Stalin hatten vergleichsweise große, wohlgeformte Ohrläppchen. Ich habe recherchiert.

  3. Sehr guter Artikel !

    Ich habe – mit link – darauf hingewiesen, hier: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/#comment-2822

    An „Ichlose Dämonenkinder“ wird auch ein Problem deutlich, das die Kritik der Anthroposophie und Waldorfschule hat:

    was Steiner sagt, ist so bizarr, dass man es gar nicht glauben möchte – „solch ein Scharlatan (oder Geisteskranker?) ist die Autorität der Waldorfschulen?“

  4. Robert Kaminski sagt:

    Wenn man sich jetzt mal ganz vorurteilsfrei auf diese Zitate einlässt und sich solche ent-ichten Personen wie einen Joseph Goebbels oder Hitler vor Augen führt, die wirklich Getriebene waren und oftmals nicht Herr ihrer Selbst, dann kann man schon den Eindruck haben, dass zumindest in bestimmten Augenblicken (etwa auf massenhysterischen Vereinigungen) kein menschliches Ich mehr anwesend war, sondern der Körper von Dämomen dirigiert wurde. Psychologisch spricht man da von einem Ich-Vakuum mit abgespaltenen und nicht integrierten Anteilen, anthroposophisch gesehen können in jedes Vakuum solche Anteile (= Dämonen) einziehen und sich auch an die Stelle der Persönlichkeit setzen. – Natürlich ist es sehr schwierig, solche Phänomene heute einfach nur mal als Denkmöglichkeit zuzulassen – aber wenn ich durch die Straßen gehe, sehe ich oft so ent-individualisierte Menschen, die völlig in Werbung, Mainstream und Manipulation durch öffentliche Medien aufgehen, dann kann ich mich des Verdachts nicht erwehren, dass solche Menschen zumindest in der Ich-Bildung noch ganz am Anfang stehen. Solche Phänomene sind ja auch von Schriftstellern wie Musil ( »Der Mann ohne Eigenschaften«) sehr genau beschrieben worden.
    Festzuhalten ist aber: Dass solche Beobachtungen natürlich nur äußerst vorsichtig zu behandeln sind, weil sehr schnell Missverständnisse aufkommen. Bei Rudolf Steiner vermisse ich manchmal das Fingerspitzengefühl, auch wenn er ausdrücklich darauf hinweist, dass solche Beobachtungen nur sehr behutsam behandelt werden dürften. Umgekehrt reagieren mir manche »Gegner« Rudolf Steiners zu reflexartig auf bestimmte Aussagen, die dann ins Lächerliche gewendet werden sollen. Dabei ist die Realität nunmal so vielschichtig und komplex, dass eine nicht-differenzierte Auseinandersetzung meistens fehlgeht.

    • Ich persönlich mache es mir ganz undifferenziert einfach: ich spreche keinem Menschen das Menschsein ab, auch nicht Menschen mit nicht integrierten und abgespaltenen Anteilen. Auch vermag ich Dämonen nicht als „Phänomen“ im Sinne der üblichen Definition zu erkennen. Dass es solch innere Vakuen oder Unerfülltheiten in vielen Menschen unserer Zeit gibt, sei unbestritten, jedoch bezweifle ich, dass es Dämonen sind, die dort einziehen, sondern vielmehr wirre Heilslehren von „höheren Welten“.
      Bemerkenswert an Steiners Aussagen finde ich insbesondere, dass er als selbsternannter „Pädagoge“ bereits Kindern das Menschsein abspricht, sie zu Dämonen erklärt und ihr Entwicklungspotential einzig darin sieht, „unter Umständen in den Gehirnautomatismen eine Pseudomoral züchten“ zu können. Solcherlei Ansätze, denen sich Waldorf- und Steinerschulen auch heute noch weitgehend kritiklos hingeben, widersprechen in krasser Weise modernen pädagogischen Ansätzen, bei denen „schwierige“ Kinder gefördert und nicht von vornherein ausgeschlossen und disqualifiziert werden. Dass die „Erkennung“ auch noch anhand physiognomischer Eigenheiten erfolgen soll, halte ich schlicht für haarsträubend.

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