Mit ‘Wundmale’ getaggte Beiträge

Die folgende Biografie Judith von Halles stammt von Gudrun Deterding Gundersen, einer Eurythmistin aus Nesodden/Norwegen.

Judith von Halle wurde 1972 in Berlin geboren, als einziges Kind ihrer jüdischen Eltern. Hebräisch lernte sie schreiben und lesen als sie vorbereitet wurde zur Bath-Midsvar, der jüdischen Konfirmation. Es war ihr die geistige Welt von Anfang an wohl vertraut; diese war in ihr so stark gegenwärtig, dass sie wie in zwei Welten lebte: in der eigentlichen geistigen Heimat und die hiesige Welt, die sie die „Theaterbühne des Lebens“ auch heute noch nennt. Sie dachte als Kind, dass alle Menschen die gleichen geistigen Erlebnissen hätten wie sie selber, doch musste sie lernen, dass dem nicht so sei und bewahrte daher alles Diesbezügliche im Herzen.
Von der Grundschule ging es zum katholischen Gymnasium (von Jesuiten geführt – sie war ein Kind…dennoch für anthroposophische Demagogen ein gefundenes Fressen…) in Berlin, weiter nach Texas und wieder zurück an die damals neue Berliner J.F.Kennedy Schule, in der sie das Abitur ablegte. Hier lernte sie vor allem das zu der Zeit noch unbekanntere Teamwork kennen.
Das Interesse für Architektur hat sie vom Vater geerbt, weshalb sie ihr Architekturstudium an der Berliner Hochschule der Künste begann. Bald jedoch wechselte sie an die Technische Hochschule über, an welcher Prof. Carl-August von Halle dozierte, dem sie mit besonderer Aufmerksamkeit folgte. Als sie nach einiger Zeit Mitarbeiterin in seinem Architektenbüro wurde, erwies sich dies als schicksals- formendes Geschehen, da er langjähriger Anthroposoph ist und ihr im 25. Lebensjahr das Buch „Theosophie“ von Rudolf Steiners zu lesen gab. Bereits am nächsten Tag fragte sie nach mehr Literatur, denn sie hatte mit ihrer besonderen Geistesgegenwart bereits den ganzen Inhalt in sich aufgenommen. Für sie war dieses Buch das große, erlösende Erlebnis ihres Lebens, denn hier fand sie endlich eine Darstellung in klaren Begriffen von der seit der Kindheit in ihr ständig lebenden geistigen Welt. Sie war überglücklich, endlich Rudolf Steiner, seine Geisteswissenschaft und die Anthroposophie gefunden zu haben. Richtungsweisend für jeden kommenden Tag war diese Stunde des Bekannt- Werdens mit seinem umfassenden Geisteswerke. Von nun an studierte sie dieses und lernte ihre Geisterlebnisse zu benennen, einzuordnen und sie an dem Meister zu prüfen und sich selber auf diese Weise weiter zu entwickeln. 1998 schloss sie das Architekturstudium mit dem Dipl. Ing. ab und arbeitete als Architektin. Später wurde sie Mitarbeiterin des Sekretariates des Rudolf Steiner Hauses in Berlin, wo sie ab 2001 auch Vorträge hielt. 2002 war die Heirat mit Professor Carl-August von Halle.

In der Karwoche 2004 setzte eine Umwandlung des physischen Leibes von Judith von Halle ein, die bis heute angehalten hat. Schon drei Wochen vorher hatten Blutergüsse sich an den Handflächen, erst innen, dann außen gezeigt, als sie dann auch an den Füssen und an der Seite auftraten, wusste sie, was das bedeutete und was auf sie wartete. Karfreitag 2004 brachen die Wundmale Christi in ihrem Leib auf und es war das erste Mal, dass sie das gleichzeitig stattfindende Erlebnis der „Zeitreise“ hatte. Seither erlebt sie jeden Freitag mit unverminderter Kraft und immer wieder neu diese Leidenserlebnisse um Christus-Jesus und das Golgathageschehen. In dem Geleitwort von Judith von Halle zu ihren Büchern beschreibt sie die „Zeitreise“ zum Golgathageschehen folgender Massen: “Es handelt sich dabei also nicht um sogenannte Visionen oder reine Schauungen, auch nicht um Imaginationen, sondern um das Durchleben des tatsächlich auf der Erde Geschehenen . … So kann beispielsweise auch die Sprache gehört, der Boden unter den Füssen, Kälte oder Wärme gefühlt werden.“ – Und jeden Sonntag in der Frühe darf sie teilnehmen an Seiner Auferstehung, welche sie mit solcher Kraft erfüllt, so dass sie bereits seit Ostern 2004 ausschließlich von dieser Auferstehungskraft lebt und entsprechend alle irdisch feste Speise von ihrem Leib als Gift erlebt wird. Einzig Wasser, dem Element, das auf der Erde dem Ätherischen entspricht, kann sie in kleinen Mengen zu sich nehmen. Sie wird ernährt rein aus der Wirksamkeit des Geistes.

Da Judith von Halle noch jung ist, stellen sich viele Anthroposophen die Frage, wie sie denn ihre Fähigkeiten in diesem Leben aus dem Ich erarbeitet habe. Wir haben es hier offenbar mit einer besonderen Situation innerhalb der Menschheit zu tun. Judith von Halle brachte in diese Inkarnation bereits viele Fähigkeiten aus vergangenen Leben mit, das ja seit Christi Wirken auf Erden möglich geworden ist und welches Rudolf Steiner oftmals beschrieben hat. Bezüglich der Seite ihrer Arbeit als Geistesforscherin schreibt sie:„ Es ist eine schwierige und daher höchst verantwortungsvolle Aufgabe für den Menschen, diese objektive Tatsachen, welche sein Ich jenseits der Schwelle hat aufnehmen können, nun auch in eine wirkliche Erkenntnis zu verwandeln, die ebenso wahrheitsgemäß ist, wie die reine Wahrnehmung zunächst als gegeben vorhanden ist. Immer wieder ist zu überprüfen, ob die geistige Wahrnehmung auch tatsächlich demjenigen Begriff entspricht, dem man sie zuordnet. Erst wenn alle Ergebnisse dieser Prüfung standhalten, darf sich der Schüler der Geisteswissenschaft berechtigt fühlen, diese seine Ergebnisse als Geisterkenntnis weiterzugeben.“ Und diese Seite ihrer Geistesforschung „hat seitdem höchstens eine Verstärkung erfahren.“
Ihr heutiger Leib, der die Zeichen der Stigmatisation trägt und nur von Wasser und Geist ernährt wird, bildet den Keim zu dem, was „Auferstehungsleib“ , auch Phantomleib genannt wird, wie es von Rudolf Steiner dargestellt wird in GA 131 „Von Jesus zu Christus“. Zwei ausführlichere Vorträge darüber findet man in dem ersten Buche von Judith von Halle „Und wäre Er nicht auferstanden …“ in dem auch Peter Tradowsky seine Erkenntnisse darüber beschreibt.

Man kann nur dankbar sein, dass Judith von Halle die Aufgabe angenommen hat ausführlich und mit heutigen Begriffen das Leben Christi und seiner Umgebung uns in Vorträgen und Büchern nahe zu bringen. Es ist für sie die wichtigste Aufgabe, für Sein Wirken Verständnis in den Menschenseelen zu schaffen. Gleichzeitig lebt sie uns heutigen materialistischen Menschen vor, dass der Geist eine so starke Realität ist und wir wirklich aus ihm geschaffen sind, so dass er uns ernähren kann. Die neuen Erkenntnisse, die ihr täglich zugänglich sind zeugen von ihrer ganz zeitgemäßen bewussten Geistessituation. Unser Anteil an diesem Geschehen kann sein, es als eine Erkenntnisaufgabe als Anthroposoph zu bearbeiten, dass wir nicht nur gedanklich die Anthroposophie aufnehmen mögen, sondern durch dieses konkret vorgelebte Beispiel die starke Wirksamkeit des Geistes erkennen und als Wahrheit in dem Gemüte annehmen können, um zu der Kraft des Ernst -Nehmens und bis hin zum Durchführen vorzustoßen.
In ihren Darstellungen legt Judith von Halle ein neues Evangelium für das Bewusstseinsseelenzeitalter dar. Sie kann Einzelheiten aus dem Leben Christi und seiner Jünger schildern, die ihr diese zusammenschauende Möglichkeit von Geistesforschung und konkretem Erleben durch die Zeitreisen geben. Auch kann sie das Leben und Wirken dieser Individualitäten um Christus durch folgende Inkarnationen darstellen. All dieses ist für uns sichtbar mit Leidenserlebnissen von ihrer Seite verbunden und bezeugt auch so die Wahrheit. Da sich die Tiefe der Ereignisse um das Christusgeschehen dem Zuhörer oder Leser nur erst langsam erschließen kann, ist ein mehrmaliges Lesen der von ihr geschriebenen Texte empfehlenswert.

Nesodden in Norwegen, Advent 2006;
Gudrun Deterding Gundersen, Eurythmistin und Mutter.

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judith-von-halle2Die Anthroposophin Judith von Halle behauptet, seit Ostern 2004 nichts mehr zu essen. Nicht einmal Zahnpasta könne sie verwenden, da die winzigen Mengen des darin enthaltenen Alkohols ihrem Organismus „heftigste Vergiftungserscheinungen“ provoziere. Auch hätten sich nach dem Einstellen der Nahrungsaufnahme ihre Sinneswahrnehmungen geschärft wie bei einem Raubtier. So könne sie über hunderte Meter Entfernung hören, was gesprochen würde und erfühlen, „was in einem fremden Organismus durch den Ernährungsprozess vor sich geht, was vor vielen Stunden gegessen wurde, woher die Nahrungsmittel stammten, welche Beschaffenheit sie hatten, wie sie verarbeitet wurden“. Sie vermöge über ihren „Geruchssinn“ festzustellen, ob ein „erhöhter Eisengehalt“ im Blut eines anderen Menschen vorliege.

Das ist doch schon mal was, mag der geneigte Leser denken, doch damit nicht genug! Alsbald, so gibt sie vor, hätten sich bei ihr die Wundmale von Christus, sogenannte Stigmata, gezeigt. Zunächst an den Innenflächen der Hände, dann an den Handrücken, einige Tage später an den Ober- und Unterseiten der Füsse sowie unterhalb der rechten Brust. Sie habe am eigenen Leib den Leidensweg Jesu nach Golgatha nachempfunden – einschliesslich „der stundenlangen Misshandlungen, Folterungen, schliesslich der Kreuzigung und des Todeskampfes“. Die verstörenden Vorgänge an sich selbst erklärt sie mit den Lehren von Rudolf Steiner. Demnach müsse ihr stigmatisierte Körper „derjenige Leib sein, der den Menschen über die Erdentwicklung hinaus in das Jupiter-Dasein trägt“. Wie der Meister selbst hat sie „Schauungen“ und unternimmt „geistige Zeitreisen“. Im Herbst 2009 behauptete von Halle in einem Vortrag, dass die Infektionskrankheit AIDS die Folge des Glaubens sei, dass der Mensch „vom Affen abstamme“. Die Krankheit Demenz sei die Folge eines „fehlgeleiteten Zeitgeistes“.[1]

Ihre Aussagen führten in der anthroposophischen Szene zu heller Aufregung. Während eine Fraktion Frau von Halle für die Reinkarnation der legendären Ärztin und Steiner-Vertrauten Ita Wegman hält, bringen sie andere mit der Bildhauerin Edith Maryon in Verbindung, die ebenfalls zum innersten Kreis um Rudolf Steiner gehörte. Gemässigtere Anthroposophen begegnen den Phänomenen mit schroffer Ablehnung („Das hat mit Anthroposophie nichts zu tun“). Eine eingesetzte Kommission kam zu dem Ergebnis, dass von Halle Fördergelder zustünden, damit sie ihr Blut- und Hungerleiden in einer Arbeitsgruppe aufarbeiten könne.

Schauen Sie bitte nicht mich als einen Menschen an, an dem ein schier unerklär­liches Wunder wirkt. Bitte schauen Sie auf die geistigen Tatsachen, die diesem Phä­nomen zugrunde liegen. Jede Darstellung über die Ereignisse soll nicht meine Person in den Vordergrund rücken. Da sich diese Ereignisse an mir vollziehen, sind sie mit meinem Wesen verknüpft. Doch es ist stets Christus selbst, der Sie ganz persönlich – in Liebe – anspricht, wenn Sie sich mit diesem Stigmatisations‑Ereignis auseinanderset­zen, das innerhalb der Anthroposophi­schen Gesellschaft aufgetreten ist, indem Er durch Seine Gnade, durch die Lenkung und Stützung Ihres Karmas, Sie selbst zu Zeugen werden lässt von Seinem Gang durch die Erdenwelt, von Seiner Authenti­zität, von Seiner Allgegenwart.
Aus einem Rundbrief von Judith von Halle von September 2004 an die Vertreter der An­throposophischen Gesellschaft

Solcherlei Fragestellungen werfen das Licht auf einen spannenden Aspekt der anthroposophischen Wahnwelt. Alles ist irgendwie möglich und verdient, „untersucht“ zu werden. Geübt im Unterdrücken aller kritischen Fragestellungen saugen Steiners Jünger gierig in sich auf, was skuril und somit „übersinnlich“ erscheint.

Aus dem SPIEGEL: „Eine Berliner Anthroposophin behauptet, seit vier Jahren nichts gegessen zu haben“
http://www.spiegel.de/spiegel/a-568508.html

ZEIT ONLINE: „Das Wunder von Dornach“
http://community.zeit.de/user/amelizieseni%C3%9F/beitrag/2010/01/31/das-wunder-von-dornach

netzhaeuter.de: „Selber denken oder denken lassen“
http://www.netzhaeuter.de/veranstaltungen/selber-denken-oder-denken-lassen

Spatz online: „In Dornach ist der Teufel los“
http://www.spatzbasel.ch/titel-story/in-dornach-ist-der-teufel-los/